Biofeedback im Mentaltraining – So arbeitet Michael Draksal mit eSense + Philips Hue

Stell dir vor, dein Stress-Niveau leuchtet im Raum. Rot, wenn dich etwas blockiert. Gelb, wenn du konzentriert bei der Sache bist. Grün, wenn du dich entspannt zurücklehnst. Genau das ist die Trainings-Umgebung, die der Leipziger Mentaltrainer Michael Draksal in seiner Praxis aufgebaut hat – mit unserem Mindfield eSense Skin Response und einer Philips Hue Tischleuchte. Wir haben uns angeschaut, wie das genau funktioniert.

Biofeedback-Setting in der Praxis von Michael Draksal: eSense Skin Response per Kabel am iPad, Philips Hue Tischleuchte leuchtet gruen

Vom Hautleitwert zur Lampe – in Echtzeit

Der Hautleitwert (elektrodermale Aktivität, EDA) ist eines der zuverlässigsten Stress-Signale, die der menschliche Körper produziert. Zwei kleine Elektroden am Zeige- und Mittelfinger genügen, um den elektrischen Widerstand der Haut in Mikrosiemens zu messen – und je nervlich erregter ein Mensch ist, desto höher wird dieser Wert. Das ist dasselbe Prinzip, das auch hinter dem klassischen Lügendetektor steht: Man kann es nicht bewusst austricksen.

In Draksals Setup wandert dieser Mess­wert vom eSense Skin Response per Kabel (3,5-mm-Klinke am Mikrofoneingang, ggf. mit Lightning- oder USB-C-Adapter) direkt in die Mindfield eSense App auf einem iPad oder Tablet – Draksal arbeitet bevorzugt mit dem iPad, weil der größere Bildschirm während der Session mehr Echtzeit-Informationen anzeigt. Von der App geht es per Bluetooth weiter an die Philips Hue Go bzw. über die Hue Bridge im Praxis-WLAN, und schließlich landet der Wert als Farb-Befehl bei der Tischleuchte. Die Latenz: ein bis zwei Sekunden. Für das Training mehr als ausreichend.

Der Lampen-Farbcode

Rot Stressreaktion – Hautleitwert steigt spürbar an
Gelb Fokussierter Zustand – angespannt-aufmerksam, ohne Stress
Grün Entspannung – das vegetative Nervensystem ist in Balance

Klingt simpel. Ist es auch. Und genau darin liegt die Stärke der Methode: Die Farb-Rückmeldung versteht jeder Klient sofort, ohne dass er Zahlen interpretieren oder ein EDA-Diagramm lesen muss. Selbst Kinder begreifen das Setup intuitiv – und Erwachsene, die sich sonst nicht in „esoterische“ Entspannungs­techniken verirren würden, lassen sich von der spielerischen Wirkung der Lampe abholen.

Wer arbeitet mit dieser Methode?

Michael Draksal ist Sportwissenschaftler (M. A.), Mentaltrainer A, Sportpsychologie (asp/BDP) und Präsident der Deutschen Mentaltrainer-Akademie (DMA) in Leipzig. Seit 1994 – also über drei­ßig Jahren – arbeitet er mit Menschen, die unter Druck performen müssen. Seine Klientel ist entsprechend bunt:

  • Leistungssportler vom Nachwuchs- bis Profibereich, insbesondere im Bereich Wettkampfvorbereitung und mentaler Aufbau nach Sportverletzungen (#ComebackStronger).
  • Musikerinnen und Musiker, die mit Lampenfieber oder Aufnahmeprüfungen an Musikhochschulen ringen.
  • Führungskräfte aus der Wirtschaft, die Verhandlungs- und Präsentationssituationen souverän meistern wollen.
  • Polizei-Spezialeinheiten, deren mentale Vorbereitung auf Einsatzlagen Teil der Ausbildungslogik ist.
  • Menschen mit Prüfungsangst, die ein objektives Werkzeug für Selbstwahrnehmung und Bewältigung suchen.

Allen gemeinsam ist die Frage: Wie bleibe ich ruhig, wenn es darauf ankommt? Genau darauf zielt Draksals Biofeedback-Training ab – und genau dazu liefert die Lampe das schnellste, ehrlichste Feedback, das ein Trainer von außen geben kann.

Eine Session in drei Stunden

Eine typische Biofeedback-Session bei Michael Draksal dauert drei Stunden. Sie ist strukturiert wie ein Trainings­programm – mit klarer Steigerung, sodass am Ende eine messbar stärkere Stressregulation steht. Hier der Ablauf:

  1. Vorbereitung: Hände reinigen, Elektroden-Kontaktspray, Sensoren an Zeige- und Mittelfinger anlegen, eSense App kalibrieren.
  2. Gewöhnung: Aktivierung und Entspannung im Wechsel, während die Lampe ihre Farbe an den eigenen Zustand koppelt. Gleichzeitig Funktionstest: misst die Kette sauber?
  3. Triggerwörter: Draksal liest gezielt belastende Begriffe oder Situations­beschreibungen vor. Ziel: Die Lampe darf nicht rot werden. Wer das übt, baut Sekunde für Sekunde mentale Distanz auf.
  4. Kognitives Training: Komplexe Aufgaben – etwa Kopfrechnen oder mehrstufige Anweisungen – werden parallel zur Lampen-Rückmeldung absolviert. Wer hier grün bleibt, hat seine kognitive Leistung unter Druck verteidigt.
  5. Pausen-Übung: Aktive Regeneration, bei der die Lampe zuerst grün werden muss (vollständige Entspannung), bevor sie fürs Wieder-Einsteigen in den Fokus auf gelb wechselt.
  6. Real-Life-Setting: Spezifische Szenarien aus dem Alltag des Klienten – der Wettkampf, die Prüfung, die Verhandlung. Wenn möglich, vor Ort, am echten Schauplatz.
  7. Auswertung & Transfer: Zusammenfassung der Erkenntnisse, klare Haus­aufgaben für das Selbsttraining bis zum nächsten Termin.

Was die Lampe sichtbar macht – auch für Coaches

Eine besonders interessante Anwendung findet Draksal im Coaching-Kontext: Manche Klienten – insbesondere routinierte Führungskräfte – wirken nach außen hin völlig souverän. Sie lächeln, atmen ruhig, sprechen in klaren Sätzen. Innerlich kocht es aber. Die Lampe nimmt diese „Schein-Souveränität“ auseinander: Wo Worte beruhigen, wird das Licht trotzdem rot. Dieser Effekt ist für Coaches Gold wert – weil er einen Einstieg in die wirklich relevanten Themen schafft.

Auch für die Trainer selbst ist das Übungs­feld wertvoll. Wer als Coach in seiner eigenen Praxis Stunden vor dem Biofeedback-Setup verbracht hat, ist im echten Termin später nur noch schwer aus der Ruhe zu bringen. Charisma und Präsenz im Coaching-Raum sind ­keine Frage des Talents – sondern oft das Resultat trainierter Selbstregulation.

Warum Farb-Feedback statt Zahlen?

Mindfield-Sensoren liefern hochaufgelöste Messdaten – auf Wunsch als Diagramm, CSV-Export oder Sprecher­ansicht in der App. Trotzdem entscheidet sich Draksal in seinen Praxis-Sessions für die Lampe. Warum?

  • Sofortverständnis: Eine rote Lampe braucht keine Erklärung. Eine Zahl wie „14 µSiemens“ schon.
  • Peripheres Sehen: Klienten müssen ihren Blick nicht aufs Display lenken. Die Lampe wirkt im peripheren Sichtfeld – die Konzentration bleibt bei der eigentlichen Übung.
  • Emotional codiert: Rot löst innere Alarmbereitschaft aus, grün entspannt. Diese Codierung ist evolutionär gelernt und sehr robust.
  • Gruppen-tauglich: In Workshops mit mehreren Teilnehmenden gibt eine sichtbare Lampe sofortige Rückmeldung an alle – ohne Bildschirm-Setup.

Die Mindfield eSense App enthält die Smart-Light-Integration als optionalen In-App-Kauf und unterstützt sowohl Philips Hue als auch Magic-Blue-LED-Lampen. Wer einsteigen will, braucht somit nur drei Komponenten: eSense Skin Response, ein iPad (oder kompatibles Tablet/Smartphone mit 3,5-mm-Klinke bzw. Adapter) und eine Hue-kompatible Lampe.

Ist das wissenschaftlich solide?

Biofeedback über den Hautleitwert ist eine etablierte Methode mit jahrzehnte­langer Forschungs­tradition. Die Wirksamkeit von EDA-Feedback bei Stress-Regulation, Angststörungen und im Hochleistungs­sport ist in zahlreichen Studien belegt – einen Überblick liefert beispielsweise der Wikipedia-Artikel zu Biofeedback. Die Studien-Übersicht auf Mindfield.de listet zahlreiche Forschungs­arbeiten, die mit unseren eSense-Sensoren durchgeführt wurden.

Das Neue in Draksals Setup ist nicht die Messung – sondern die Rückmeldung über das Smart-Light. Daraus entstehen niedrigschwellige Trainings­formate, die auch für Menschen funktionieren, die nichts mit klinischen Einrichtungen oder klassischen Therapie-Settings am Hut haben.

Selbst ausprobieren: Workshop mit 25 % Rabatt

Wer die Methode aus erster Hand kennenlernen will, ist im Online-Tagesworkshop von Michael Draksal richtig. Das Drei-Stunden-Format vermittelt Theorie und Praxis und ist auch für Coaches oder Therapeuten geeignet, die ihre eigene Klientel mit Biofeedback erweitern möchten.

Gutscheincode Mindfield25 – 25 % Rabatt

Speziell für Mindfield-Kund:innen hat Michael Draksal einen Gutschein eingerichtet:

Transparenz: Mindfield erhält über den Code 50 EUR Empfehlungs­vergütung pro Anmeldung. Inhalt und Bewertung der Workshops sind davon unberührt – wir empfehlen Michael Draksal, weil er seit über zehn Jahren erfolgreich mit unseren Produkten arbeitet, nicht wegen der Provision.

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